Blind mit Kind - Eltern sein ohne Augenlicht

Shownotes

Gerade Eltern von Kleinkindern müssen ihre Augen immer überall haben. Denn die kleinen Racker klettern gerne mal irgendwo hoch oder nehmen Gegenstände in den Mund. Den Alltag mit Kindern blind zu meistern, ist für die meisten Eltern deswegen unvorstellbar. Dass das aber problemlos möglich ist, beweisen Steven und Marina. Die beiden sind Eltern einer zweijährigen Tochter und sie sind beide blind. In dieser Folge erzählen sie, wie sie das z. B. mit dem Wickeln machen, welche Vorurteile ihnen im Alltag begegnen und warum sie keine Angst davor haben, dass bei ihrer Tochter die gleiche Augenkrankheit diagnostiziert wird wie bei Mama Marina. Und diese Folge zeigt mal wieder: Wir Eltern sitzen alle im gleichen Boot, ganz egal, welche Besonderheiten unser Leben mit sich bringt.

Steven und Marina waren auch im Stadtpodcast Osnabrück zu Gast. Hier geht's zur Folge.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo ihr Lieben, Mamas und Papas da draußen, hier spricht Mella, willkommen zu einer neuen Folge hier beim Mamatalk Podcast.

00:00:14: Heute geht es mal wieder um ein super spannendes Thema. Ich habe heute Steven und Marina zu Gast.

00:00:19: Die beiden sind Eltern einer zweijährigen Tochter und das Besondere an der Sache ist, die beiden sind blind.

00:00:25: Ich bin über einen anderen Podcast von Antenne Niedersachsen auf die beiden aufmerksam geworden und zwar den Stadtpodcast Osnabrück.

00:00:32: Also für alle Osnabrücker da draußen, wenn ihr zuhört und auch noch Bock auf die andere Folge habt, hört da gerne rein.

00:00:38: Und jetzt zu euch beiden. Hallo Steven und Marina, stelle ich doch gerne erst mal kurz selber vor.

00:00:43: Ja, total gerne. Hi Mella erst mal.

00:00:45: Mein Name ist Steven, ich bin 39 Jahre und genau seit 2018 Wahl Osnabrücker, arbeite bei der Stadt Osnabrück und bin seit meiner Geburt blind und seit 2022, seit November 2022 Papa.

00:01:05: Und damit sind wir ja schon im Thema des Podcasts oder beim Thema des Podcasts.

00:01:08: Ja, hi, ich bin Marina, 33, komme hier aus dem Landkreis Osnabrück ursprünglich, bin ebenfalls im öffentlichen Dienst tätig und habe eine Augenerkrankung, die erblich bedingt ist, rettelitis pigmentosa.

00:01:23: Und meinen See Rest oder meinen Sehen wird immer geringer, das Gesichtsfeld verkleinert sich im Grunde und genau, bin auch eben seit November 2022 Mutter der kleinen Paula.

00:01:36: Sehr schön, ich finde dieses Thema so wichtig. Ich habe auch schon eingangs gemerkt, dass ich mich direkt so ein bisschen verhasbelt habe im Vorgespräch, weil sich da immer solche Sätze einschleichen, wie habt ihr den Leitfaden gelesen, habt ihr den gesehen?

00:01:50: Merkt ihr das im Alltag, dass Menschen da unsicher werden, vielleicht auch im Umgang mit euch?

00:01:55: Menschen ja, werden ob der Wortfall unsicher, das bemerken, registrieren wir relativ häufig. Ich würde jetzt mal pauschal behaupten, dass ich das etwas oder dass diese Unsicherheit der Wortwahl bei mir oder mir gegenüber häufiger Auftritt als es bei Marina der Fall ist, warum das so ist, das können wir gleich nochmal ein bisschen erklären.

00:02:17: Allerdings, man muss dazu sagen, Worte wie gesehen oder guck mal, das sind Worte, Worte, ja, Ölsen, die vielfach auch umgangssprachlich einfach verwendet werden.

00:02:28: Und natürlich muss man immer gucken, derjenige, den man gegenüber hat, wenn er jetzt, ich sage mal gerade zum Beispiel frisch erblindet ist oder die Seeeinschränkung vielleicht noch gar nicht so lange her ist, wer man oder würde ich mit solchen Worten sicherlich vorsichtig sein.

00:02:44: Aber in der Regel oder bei den meisten sollten diese Worte eigentlich gut funktionieren, falls sie eben umgangssprachlich eingesetzt werden.

00:02:55: Ja, mir gegenüber stockt da eigentlich keiner, weil ich halt noch was sehe. Ich habe zwar auch die Einschränkung, aber ich sehe noch ein bisschen was.

00:03:04: Okay, verstehe. Gut, danke, dass wir das direkt geklärt haben am Anfang, weil ich das auch bei mir sofort bemerkt habe, dass ich unsicher wurde.

00:03:12: Und ich glaube, das ist auch so ein Ding bei vielen anderen Menschen. Darüber wollen wir heute nämlich auch sprechen, was so Vorurteile vielleicht euch gegenüber als Eltern auch betrifft.

00:03:21: Und generell wollen wir einfach das Thema ja von Inklusion mehr in den Vordergrund rücken. Das ist ja auch so ein bisschen beim Mamathorke-Thema, dass wir Diversität abbilden wollen, dass wir verschiedene Eltern abbilden wollen.

00:03:35: Genau, deswegen freue ich mich total auf die Folge, aber natürlich soll es auch unbedingt um euren Alltag mit eurer kleinen Tochter gehen.

00:03:41: Wenn ich es richtig verstanden habe, ist eure Tochter jetzt ja zwei Jahre alt und ich würde gerne dort anfangen, als ihr euch als Paar auf den Weg des Kinderwunsches begeben habt und inwiefern eure Erkrankungen vielleicht dort auch mitgespielt haben.

00:03:56: Also war euch vorher bewusst, dass eventuell jeweils eure Erkrankung vererbbar ist und inwiefern seid ihr trotzdem diesen Kinderwunsch angegangen?

00:04:06: Erstmal muss man dazu wissen, dass also Stevens Blindheit oder der Grund dafür nicht vererbbar ist. Das ist einfach daraus geschuldet, dass er ja zu DDR-Zeiten Frühchen war und an der Sauerstoffversorgung lag das damals richtig.

00:04:23: Genau.

00:04:24: Dann ist ja nur noch meine Seite erblich bedingt da, wo halt eben klar war, dass es eine Erkrankung war. Ich habe das von meiner Mama geerbt.

00:04:34: Ich sage noch mal dazu, dass meine Mutter damals gesagt worden ist, ja, das überspringt eine Generation. Das hat bei uns doppelt nicht funktioniert.

00:04:42: Also ich habe noch ein Bruder, der eben auch die Augenerkrankung hat. Aber als es dann so darum ging, wir sind jetzt ein Paar, wie sieht es mit Familienplanung aus?

00:04:52: Für mich war klar, ich möchte Mama werden und für Steven war das dann auch so der Wunsch, dass wir zu einer Familie werden.

00:05:02: Und es war jetzt kein Grund zu sagen, nur aufgrund meiner Erkrankung. Also es ist immer noch die Chance 50/50 bekommt sie es oder bekommt sie es nicht.

00:05:12: Und wir haben in unserer Familie oder in unserem Umfeld so viele Menschen mit Seereinschränkungen, die alle mit beiden Beinen im Leben stehen und normales Leben führen.

00:05:22: Und nicht zu sagen, wir kriegen deshalb keine Kinder. Weil selbst wenn unser Kind nachher eine Seereinschränkung hat, kann es ja trotzdem seinen Weg gehen und seine Ziele und Träume wahr werden lassen.

00:05:35: Genau. Also sie hat einfach in dem Moment gute Vorbilder, um zu wissen, wie man mit der Augenerkrankung, wenn sie sie haben sollte, durch den Alltag kommt.

00:05:45: Aber das ist tatsächlich spannend, Mella, weil diese Frage nämlich, ob unsere Tochter auch eine Seereinschränkung hat, ist mit einer der ersten, die uns immer gestellt wird.

00:05:54: Kann ich mir vorstellen, seid ihr mit der Frage okay?

00:05:58: Ja.

00:05:59: Das ist vollkommen okay.

00:06:01: Wir sind damit okay.

00:06:03: Aber wir sind es.

00:06:05: Genau. Und so ein Anhalt auch zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt noch nicht sagen, ob sie nachher tatsächlich die Augenerkrankung hat.

00:06:11: Ich war ein Jugendalter, also endgültig diagnostiziert worden ist.

00:06:16: Klar, man geht jetzt regelmäßig zum Augenarzt, lässt sich überprüfen, sind Anzeichen da, aber aktuell ist noch alles in Ordnung.

00:06:23: Und man muss einfach sehen, was die Zeit dann bringt.

00:06:26: Aber du weißt ja selber, dass auch Mama-Augenarztbesuche stehen, insbesondere bei kleinen Kindern, nicht gerade hoch im Kurs.

00:06:33: Ja, vor allem nicht in dem Alter. Mein Kleiner ist auch eineinhalb. Da geht nicht mal Zähne putzen oder irgendwas.

00:06:39: Also ich kann es mir nur schwer vorstellen.

00:06:41: Genau.

00:06:42: Vielleicht nochmal zum Hintergrund auch für die Hörerinnen und Hörer.

00:06:45: Also was diese Augenkrankheit, die wir ja in Anführungszeichen erstmal nur mit diesem Fachbrück, die Friedenites Pigmentosa betitelt haben, eigentlich macht, respektive bewirkt.

00:06:54: Weil damit wird klar, was Marina nämlich gerade gesagt hat, dass es bei ihr eher als im Jugendalter diagnostiziert wurde.

00:07:01: Weil die Augenerkrankung Friedenites Pigmentosa bedeutet im Grunde nichts anderes als das auf der Netzhaut die Sehzellen absterben.

00:07:10: Und das ist eben ein fortschleichender Prozess, der zu Beginn gar nicht so auffällt, aber mit fortschreitendem Verlauf der Erkrankung eben halt doch.

00:07:23: Es ist ein Tunnel, der sich daraus ergibt und dieser Tunnel wird immer kleiner.

00:07:28: Und das Sehen insbesondere bei Dunkelheit ist eigentlich so das Erste, was auffällt, dass das halt schlechter wird.

00:07:34: Und natürlich, das Gehören ist ein Meister, darin Dinge auch zu kaschieren.

00:07:39: Da werden Dinge auch mal hinzugegichtet, die dann da sein müssten.

00:07:44: Leute oder Betroffene, die Rite nicht des Pigmentosa haben, versuchen natürlich, das Sichtfeld insofern zu erweitern oder den Tunnel insofern, dass sie den Kopf entsprechend drehen,

00:07:55: sodass das Gesichtsfeld entsprechend weiter wird. Aber irgendwann ist der Tunnel so klein.

00:08:00: Ich habe mal gelernt, man muss sich da so vorstellen, wie wenn man zum Beispiel durch so eine Küchenrolle, Chlorolle, Küchenrolle guckt, so ungefähr ist das.

00:08:10: Und dann ist dieser Tunnel halt nicht mehr da. Irgendwann ist er zu oder kann er zu sein.

00:08:14: Also das heißt, die Augenerkrankung kann eben zur kompletten Erblindung Dunkelheit führen.

00:08:21: Aber es kann niemand sagen, ob das komplett eintritt, wann es eintritt, das weiß man nicht.

00:08:26: Okay. Habt ihr, als ihr dann euch auf eure Kinderwunschreise begeben habt, auch irgendwie Gegenwind von eurem Umfeld erhalten?

00:08:34: Ich sage mal so ganz blöde Vorurteile, wie kann man mit dem Risiko einer vererbaren Erkrankung Eltern werden wollen?

00:08:42: Also ganz drastisch gesagt, ich stehe nicht hinter solchen Aussagen, aber ich könnte mir vorstellen, wie gemeingesellschaft sein kann.

00:08:48: Gab es da irgendwas aus eurem direkten Umfeld?

00:08:51: Im Vorfeld habe ich das tatsächlich nicht so wahrgenommen, zumindest auch nicht aus unserer Familie.

00:08:58: Wenn man jetzt halt eben mit Kind draußen ist, dann haben wir durchaus schon mal vorbeigehen, dann von anderen Menschen zu hören bekommen.

00:09:07: Na ja, man ist ja schon behindert, warum muss man denn noch ein Kind in die Welt setzen?

00:09:11: Da verschlägt es einen schon in dem Moment Sprach, aber trotzdem ist es ja irgendwie nicht in der Lage, darauf zu reagieren.

00:09:18: Und es ist immer schade, weil die Menschen einen ja auch nicht kennen und ich überhaupt nicht wissen, wie wir unser Leben meistern.

00:09:24: Ich hatte aber tatsächlich auch vor Kurzem noch ein Gespräch mit einer Person aus einem näheren Umfeld, sage ich jetzt mal,

00:09:34: wo die Person dann letzten Endes sagt und das war mir gar nicht so klar und ich war hinterher auch ziemlich entsetzt darüber.

00:09:42: Na ja, die Person fand schon etwas suspekt, jemand, ein Kind mit der Option auf Blindheit in die Welt zu setzen.

00:09:49: Das erschreckende finde ich daran, ist, die Person kennt uns und weiß, wie wir unser Leben meistern, unseren Alltag

00:09:56: und hat uns jetzt ja auch schon im Kontext eben ja auch mit Paula kennengelernt und dann trotzdem nochmal so eine Aussage zu treffen.

00:10:05: Und dann finde ich persönlich, muss man es ja eigentlich verallgemeinern oder kann man es auch verallgemeinern,

00:10:12: weil es kann immer mal irgendwas sein, dass ein Kind mit einer Behinderung zur Welt kommt aufgrund irgendwelcher Genmutation,

00:10:18: dann dürfte gar keiner mehr Kinder bekommen, finde ich.

00:10:21: Eben, also ich glaube, ich habe auch mal gelesen, dass die Anzahl von angeborenen Behinderungen viel geringer ist im Vergleich zu denen,

00:10:29: was man im Leben erwirbt.

00:10:31: Ich glaube, die Anzahl der Angeboren sind liegt nur so bei 5 Prozent oder so und der Rest ist glaube ich großteil erworben.

00:10:36: Also deswegen kann man, finde ich, auch gar nicht so klassifizieren, dass es gut und das ist schlecht, also es ganz oft nicht so vorurteilen, oder?

00:10:45: Das ist natürlich ein großes Problem, aber ich glaube, was in diesem Fall für die Gesellschaft, glaube ich, so schwierig macht,

00:10:57: ist eben die Tatsache, dass man sich ja mit Unterbewusst dafür entscheidet zu sagen, hey, ich habe bewusst dieses Risiko ein

00:11:05: und nehme in Kauf, dass mein Kind eine Einschränkung haben kann.

00:11:12: Das ist, glaube ich, was für die Gesellschaft relativ schwierig nachzuvollziehen ist.

00:11:17: Während ich eine Behinderung erwerbe im Laufe meines Lebens durch Unfall oder was auch immer, das ist ein, ja, ich sage es jetzt mal, ein Lebensrisiko.

00:11:28: Stimmt.

00:11:29: Aber wenn ich dafür entscheide zu sagen, hey, ich setze ein Kind in die Welt, obwohl ich weiß, es könnte eine Einschränkung haben,

00:11:35: das ist für viele, glaube ich, nicht nachvollziehbar.

00:11:37: Dieses Gedankengut ist aus meiner Sicht schräg, aber jemand, der sich mit dem Thema Behinderung, mit dem Thema Vererben und Vererbung

00:11:50: noch nicht so wirklich in dem Moment auseinandergesetzt hat, ja, für den ist das einfach in dem Moment.

00:11:55: Wir haben in der Gesellschaft immer so dieser Wunsch, dass die Kinder gesund sein müssen.

00:12:01: Das ist ja auch nachvollziehbar.

00:12:03: Wir wünschen uns das ja für unsere Tochter auch.

00:12:05: Wir würden uns mega freuen, wenn sie die Augen gekranken, wenn sie mich hat.

00:12:08: Aber selbst wenn sie sie hat, ist es in der Anführungszeichen nur eine Augengekrankung.

00:12:13: Ja, das hast du schön gesagt.

00:12:15: Weil ich glaube, wir vergessen auch, für euch ist euer Alltag normal.

00:12:20: Für mich ist mein Alltag auch normal.

00:12:22: Und dieses "normal" finde ich auch immer so schwierig, das Wort.

00:12:24: Das hat so viele Abstufungen, so viele Menschen, wie es vielleicht auf dieser Welt gibt, richtig?

00:12:30: Genau. Das ist jetzt ein bisschen auf Topik, aber vielleicht passt das rein.

00:12:35: Nehmen wir mal das Thema Verantwortung.

00:12:37: Das ist ja auch was, was so ein Stück weit gesellschaftlich mitschwingt.

00:12:41: Wenn wir zum Beispiel, also wir gehen jetzt mal davon aus, unsere Tochter hat keine Seh-Einschränkung,

00:12:48: dann wird es irgendwann so sein, dass sie selbstverständlicherweise uns im Alltag,

00:12:55: aufgrund dessen, dass sie guckt wie ein Lux, viele Dinge auch vereinfacht.

00:13:01: Das ist ein Selbstläufer.

00:13:03: Und da können wir in dem auch gar nichts dagegen tun, das macht sie einfach automatisch,

00:13:08: weil sie mit dem Thema Seh-Einschränkung groß wird.

00:13:11: Prozesse, die sehen, die erleben wir in kleinsten Alltagssituationen ja heute schon.

00:13:19: Also es ist zum Beispiel, wirst du das ja sicherlich von deinem Kind auch kennen,

00:13:24: wenn das was findet oder aufhebt, weil ein was runtergefallen ist, dann hebt es so und zeigt es dir.

00:13:29: Paula weiß, zeigen als solches nütznischt, sie müsste das in dem Moment auch schon kommentieren.

00:13:36: Also kommt hier, also kommt auch in da.

00:13:40: Und dann gibt es sie anders auch in die Hand.

00:13:42: Für Paula ist es manchmal einfacher und zielführender.

00:13:46: Wir hoffen, wir irgendwelche Dinge suchen Schnuller zum Beispiel,

00:13:49: es ist bei uns ein viel gesuchter Gegenstand.

00:13:51: Und Paula auf die Suche, weil sie den am schnellsten findet.

00:13:55: Sehr schön.

00:13:56: Solche Fragen wollte ich auch stellen, wie zum Beispiel, ich habe auch eine Story von heute Morgen.

00:14:00: Unser Kleiner macht sich ein Spaß draus, wenn er merkt, wir wollen ihm irgendwas wegnehmen,

00:14:05: er rennt sofort weg und steckt sich dieses Teil in den Mund.

00:14:08: Heute war es ein Einzentstück.

00:14:11: Wie geht ihr mit solchen Momenten um?

00:14:13: Also oder mit solchen Gefahren könnt ihr das einfach alles komplett aus eurem Alltag verbannen,

00:14:18: dass so was einfach gar nicht rumliegt?

00:14:20: Oder wie schafft ihr das?

00:14:21: Nein, also verhindern kann man das in gar keinem Fall.

00:14:24: Das ist dann eher auch nochmal Zufall, dass ich vielleicht gesehen habe,

00:14:28: dass Paula sich irgendwas in den Mund gesteckt hat.

00:14:31: Oder ansonsten irgendwann, ja, hat man ja vielleicht auch ein,

00:14:35: also entwickelt man ja auch ein Gefühl, wenn man merkt,

00:14:37: hat das Kind jetzt irgendwie was im Mund

00:14:40: und im Zweifel muss man dann einfach nachschauen, auch wenn sie nicht will.

00:14:44: Also da kommt man dann nicht drum herum.

00:14:47: Bevor sie es runter schluckt, ist es halt eben dann der Sicherheitaspekt,

00:14:51: der überwiegt und man schaut einmal vorsichtig teilweise nach.

00:14:55: Ja.

00:14:56: Habt ihr euch in irgendeiner Weise besonders auf die Baby- und Kleinkindphase vorbereitet?

00:15:03: Also wusstet ihr vielleicht schon in Bezug auf ihr habt gesagt,

00:15:06: ihr habt viele Freunde, die auch eine Seeeinschränkung haben.

00:15:09: Vielleicht auch mit Kindern gibt es da irgendwie auch spezielle

00:15:11: Geburtsvorbereitungskurse, irgendwas in der Richtung?

00:15:14: Also spezielle Geburtsvorbereitungskurse gibt es nicht.

00:15:17: Was es aber gibt, sind WhatsApp-Gruppen, Chat-Gruppen,

00:15:22: wo man sich mit Betroffenen, also mit Eltern, die eben auch betroffen sind

00:15:27: und Kinder haben austauschen kann.

00:15:29: Über, ich sage es jetzt mal, etwas flaps ich Livehacks,

00:15:33: wie man Dinge macht oder vielleicht auch nicht macht.

00:15:36: Meine größte Sorgen-Anführungszeichen war das Wickeln.

00:15:43: Also ich habe vor Paula auf der Welt war, das mit dem Wickeln,

00:15:48: das wirst du im Leben nie hinkriegen.

00:15:50: Das wird so ein Stressfaktor.

00:15:53: Und ich habe dann auch, weil ich ihn wissen wollte, ja, wie macht man das?

00:15:56: Auch gerade bei dem großen Geschäft.

00:15:58: Ich habe dann irgendwie das WhatsApp-Gruppe gefragt, hey Leute,

00:16:01: wie macht ihr das?

00:16:02: Gibt es irgendwelche Tipps oder so?

00:16:04: Und am Ende musst du einfach auch deinen eigenen Wickeln ein Stück weit finden.

00:16:08: Und heutzutage, ja, ist das normal zu der Welt.

00:16:12: Man wächst da so rein.

00:16:14: Das wäre tatsächlich auch meine Frage gewesen, großes Geschäft.

00:16:17: Habt ihr irgendwelche Livehacks, wenn du es gerade schon gesagt hast,

00:16:20: dass dann sowieso immer das Kind, ich weiß nicht direkt,

00:16:23: bei Paula abgespült wird oder könnt ihr da was teilen?

00:16:27: Die wichtigste Grundregel für mich.

00:16:30: Also Marina, sieht das ja noch.

00:16:33: Also wenn wir die Chance haben und zufällig beide zu Hause sind,

00:16:36: machen wir das zweit, weil es entspannter ist.

00:16:38: Einer, weil ich höre an der andere mal sauber.

00:16:40: Das ist so die Variante, wenn wir beide zu Hause sind.

00:16:43: Ansonsten ist der wichtigste Faktor, immer ein Tuch parat zu haben für die Hände,

00:16:49: weil du einfach auch ganz viel tasten musst.

00:16:52: Du musst dir halt genau überlegen und genau, musst genau wissen,

00:16:56: wo und wie, also wo du schon warst mit Wischen.

00:17:00: Und lieber fünf Tücher mehr benutzen, als bevor es zu spät ist.

00:17:05: Also lieber fünf Tücher mehr benutzen.

00:17:08: Und die Wicklauflage auch mal wechseln, auch wenn nix drauf ist.

00:17:13: Da kann man sich nie hundertprozentig sicher sein.

00:17:18: Aber das allerwichtigste ist einfach tasten.

00:17:21: Ja.

00:17:22: Was nicht, das sind einfach so Automatismen.

00:17:24: Ich hatte mir viele Sachen ausprobiert, auch gerade so,

00:17:26: was ist das mit einer Schüssel und einem Waschlappen.

00:17:29: Geht auch, aber am Ende bin ich tatsächlich bei den klassischen Feuchttüchern hängen geblieben,

00:17:36: weil es unterwegs ja auch die Methode ist, die du verwenden musst.

00:17:40: Du hast ja unterwegs auch keine Schüssel und einen Waschlappen dabei.

00:17:42: Ja, stimmt.

00:17:43: Was im Vorfeld aber auch noch war, was finde ich noch mal positiv zu erwähnen ist,

00:17:47: dass ich mich mit tollen Hebammen hatte, die dann auch mal gesagt hätte,

00:17:51: hier kommen wir vorbei oder zeige ich mir Steven mein Wickel,

00:17:55: den ich aus einer Prophe geübt.

00:17:57: Das war auch total klasse.

00:17:58: Da war sie auch total offen.

00:18:00: Das fand ich richtig gut.

00:18:01: Wir waren für die Hebammen, das muss man dazu sagen, auch das erste Elternpaar,

00:18:05: was eben eine Seeanschränkung hatte.

00:18:07: Das war toll, sie hat sich darauf eingelassen, fand sie mega cool.

00:18:11: Und ja, genau.

00:18:13: Ich glaube, es war auch für sie eine Bereicherung.

00:18:15: Ich glaube, wenn sich jetzt ein weiteres blindes Paar bei ihr melden würde,

00:18:19: dann hätten sie, glaube ich, keine Behörungsächste mehr.

00:18:21: Schön, dass euch da so offen begegnet wurde.

00:18:23: Das freut mich.

00:18:24: Und was man auch dazu sagen muss, wir hatten auch bei der Geburt selber,

00:18:29: in dem Krankenhaus, wo Paula auf die Welt gekommen ist,

00:18:33: ganz, ganz viel Unterstützung.

00:18:35: Das war großartig.

00:18:36: Also logischerweise in der Zeit, nachdem Paula auf der Welt war,

00:18:40: also ich habe glaube ich die Schwesterin da etwas genervt,

00:18:44: was das entwickeln angeht.

00:18:46: Das war für mich auch so ein bisschen so diese Zeit,

00:18:48: wenn du raus bist, musst du es drauf haben.

00:18:51: Auch die Hebammen, Gynäkologen, gerade beim Geburtsprozessner.

00:18:57: Wir hatten wirklich eine Hebammschülerin, die war an dem Tag,

00:19:01: wo Paula auf die Welt kam, da nur für uns da,

00:19:03: weil wir gesagt haben in der Vorbereitung,

00:19:05: wir brauchen Unterstützung, weil klar ist, Paula kommt oder wird

00:19:09: per Kaiserschnitt auf die Welt kommen, bringt natürlich auch mit sich,

00:19:12: dass man dann in den OP muss.

00:19:14: Und das funktioniert natürlich nicht mit Blindenstock.

00:19:17: Ich kann, weil der eben nicht stiliert ist, nicht mit Blindenstock in den OP.

00:19:20: Ich brauche also jemanden, der mich da begleitet.

00:19:23: So, und wir hatten die Chance entweder jemanden mitzunehmen,

00:19:26: eine Person unseres Vertrauens oder eben als Angebot in der,

00:19:32: der Klinik zusammen, die Hebammschülerin,

00:19:36: die ist an dem Tag nur für euch da.

00:19:38: Und das fand ich vorsichtig.

00:19:39: Richtig schön.

00:19:40: Danke fürs Teilen.

00:19:41: Darauf wäre ich auch gar nicht gekommen, diese Frage zu stellen.

00:19:44: Freut mich total.

00:19:45: War es schwer, an so eine gute Klinik zu geraten, oder war das Zufall?

00:19:48: Wir sind zum Infoabend gegangen und haben dann am Ende mit der Hebamme,

00:19:52: die den Abend geleitet hat, sind wir darauf zugegangen

00:19:56: und haben das Thema angesprochen, wie das da so wäre.

00:19:59: Und die war total offen, sofort.

00:20:01: Und für uns war dann klar, wir gucken uns nichts weiter an.

00:20:06: Ich habe das nochmal bei der Geburtsanmeldung noch mal mitgeteilt

00:20:11: und das war alles überhaupt gar kein Problem.

00:20:14: Sehr schön.

00:20:15: Gab es denn sonst noch weitere Ängste von euch,

00:20:18: wo du das jetzt schon mit dem Wickeln angesprochen hast?

00:20:21: Ich zum Beispiel würde mir, gerade jetzt,

00:20:23: wenn ich so an meinen 1,5-Jährigen denke,

00:20:26: der gerne auf die Straße rennt, mir eigentlich immer voraus ist,

00:20:30: ich bin immer im Laufschritt hinter ihm her,

00:20:32: ist das bei euch ähnlich?

00:20:33: Und wenn ja, ist das auch eine Angst gewesen.

00:20:35: Und wie meistet ihr das zum Beispiel im Straßenverkehr?

00:20:38: Also für Steven dann hinterher zu kommen, ist eigentlich unmöglich,

00:20:41: also zumindest im Laufschritt.

00:20:43: Ich mache das schon, aber dann natürlich eigentlich mit der Gefahr,

00:20:50: dass ich mich selbst in Gefahr bringe, weil ich irgendwas übersehe,

00:20:54: sei es ein Straßenschild oder ein Auto, was irgendwo doch plötzlich noch aus einer Einfahrt irgendwie rauskommt.

00:21:00: Aber ansonsten begegnen wir dem so, dass Paula Glöckchen an die Schuhe oder in die Jacke bekommt,

00:21:08: so dass sie ja akustisch für uns hörbar ist.

00:21:10: So machen wir das auch auf dem Spielplatz.

00:21:13: Und es ist auch so, dass wir insbesondere, also wo wir genau wissen, das ist jetzt eine berühmte Gegend

00:21:21: und eine Gegend, wo wir uns gut auskennen.

00:21:23: Darf Paula dann definitiv allein erlauben und wo wir uns nicht auskennen oder wo wir wissen,

00:21:28: hier sind zu viele stark befahrenden Straßen, dann aus Sichtheitsgründen ist Paula dann entweder einer Krachse oder ein Wacke.

00:21:38: Stimmt, das ist eine einfache Lösung, die Sinn macht.

00:21:41: Haltet ihr euch dann mehr in euren Gebieten auf, die ihr eh schon kennt oder wie ist das in eurem Alltag?

00:21:48: Wenn wir am Wochenende rausgehen, da hat man so seine Strecken und seinen Spielplatz, wo man eben gerne hingeht,

00:21:54: wo man sich doch relativ sicher fühlt.

00:21:59: Aber wir sind durchaus auch mit ihr anerweitig unterwegs, v.a. in den Bullup und alles andere.

00:22:05: Aber dann geht es auch darum, darauf zu vertrauen, dass sie bei uns bleibt und auf meinen Sehrest zu setzen,

00:22:13: über den ich verfüge oder auch, was haben wir durchaus auch jetzt schon gemacht,

00:22:16: dass man dann mal mit Großeltern in den Urlaub fährt.

00:22:20: Also wir haben tatsächlich auch, ich weiß nicht, ob du Mella das kennst, es gibt ja so diese laufleinenden Anführungszeiten,

00:22:28: also dieses Leine, die man ans Handgelenk macht.

00:22:33: Eine Seite kriegt das Kind ans Handgelenk, eine Seite im Elternteil.

00:22:37: Die haben wir auch.

00:22:39: Ich fand Paula bislang nicht so lustig.

00:22:41: Da müssen wir sie noch ein bisschen ranführen, aber das wäre eben auch eine Methode,

00:22:45: um sicher, sage ich jetzt mal, an der Straße laufen zu können.

00:22:51: Wobei man auch da, da wären wir wieder bei dem Thema Gesellschaft,

00:22:55: wird natürlich auch kritisch beäugt.

00:22:57: Dieses Thema Kind an die Leine nehmen ist etwas, was auch bei vielen im Kopf

00:23:02: ja, sagen wir mal, unwohl sein als löst.

00:23:05: Eben, ohne dann wieder den spezifischen Hintergrund zu kennen,

00:23:10: wird man direkt verurteilt wahrscheinlich, ohne dass die Gesellschaft in dem Sinne weiß,

00:23:14: dass ihr einen Hintergrund dazu habt.

00:23:16: Ja, ich weiß, was du meinst.

00:23:18: Ja, und ich sage nur so, lieber skeptische Blicke oder mein blöden Kommentar,

00:23:23: als wenn das Kind auf die Straße läuft.

00:23:25: Also ich war letztens mit Paula beim Friseur, der ist jetzt nicht so wahnsinnig weit weg,

00:23:29: aber ich habe mit Paula gesagt, wir laufen.

00:23:32: Und Ziel war oder Plan war, dass sie an der Hand läuft, was sie allerdings nicht tat.

00:23:38: Und dann waren die Konsequenzen, ich habe gesagt, Paula, du musst an der Hand laufen,

00:23:42: wir kommen jetzt gleich an eine Straßenkreuzung.

00:23:44: Und sie wollte nicht und ich sagte so, Paula, Schluss, dann drehen wir jetzt um.

00:23:48: Dann kam es dann für mich jetzt ein bisschen mehr Zeit, aber wir sind umgedreht

00:23:51: und sie musste in die Krachs, und dann sind wir halt den Weg so gelaufen.

00:23:54: Fand es auch nicht witzig, aber als wir beim Friseur waren, war alles wieder gut.

00:23:58: Sehr gut, ja so sind das halt Lösungen, die man sich irgendwie einfallen lassen muss.

00:24:02: Es ist natürlich schade, wenn man weiß, hey, klar, sie möchte jetzt natürlich total gerne laufen,

00:24:05: und das weiß ich auch.

00:24:07: Was aber auch noch der Fall ist, ich sage mal, wenn man jetzt in Gegenden unterwegs ist,

00:24:13: wo jetzt auch viel los ist, also ich gehe jetzt mal konkret auf den Zubesuch ein,

00:24:18: dann werden auch viele Leute durcheinander, Kinder voll links nach rechts,

00:24:22: weil sie die Tiere ansehen wollen.

00:24:24: Da ist Paula ja nicht anders tatsächlich, dann haben wir auch noch die Möglichkeit,

00:24:29: auf Elternassistenz zurückzugreifen, also eine Person, die halt eben uns begleitet

00:24:36: und in dem Fall wirklich nur unsere Augen ersetzt, die hat keinen Erziehungsauftrag

00:24:41: oder sonst irgendetwas, sondern wirklich uns mitzuteilen und darauf zu achten,

00:24:45: wo läuft Paula hin, begibt sie sich vielleicht in Gefahr und dann auch im Moment herzulaufen.

00:24:51: Genau, also jetzt kann man natürlich berechtigterweise die Frage stellen,

00:24:55: hey, das können doch auch Freunde oder Angehörige, ja, können sie,

00:24:59: aber in der Regel haben die ja auch Kinder und dann können sie sagen so,

00:25:02: und jetzt fast zusätzlich noch auf mein Kind auf.

00:25:05: Es ist was anderes, wenn du sagst, hey, du hast jetzt jemanden dafür, den kannst du auch.

00:25:09: Also der kriegt dann natürlich logischerweise auch Geld dafür, also die Elternassistenz.

00:25:13: Das ist dann weiß, hey, die hat jetzt quasi ihre ungeteilte Aufmerksamkeit.

00:25:17: Wie kommt man an so eine Person ran?

00:25:20: Das ist ein bisschen schwer.

00:25:22: Es ist schwer nicht, weil man dafür jetzt eine spezielle Qualifikation braucht,

00:25:27: das um Gottes Willen, sondern es geht eher darum, grundsätzlich ist es,

00:25:33: es gibt ja das Bundesteilhabegesetz, das Sozialgesetzbuch 9,

00:25:38: wo eben insbesondere Leistungen für Menschen mit Behinderung ja drinstehen

00:25:45: und eine dieser Leistungen ist eben Elternassistenz.

00:25:49: Das heißt, das ist eine Leistung, die man theoretisch bezahlt bekommt.

00:25:53: Jetzt ist aber das Problem, also von der Eigengelderungshilfe bezahlt bekommen.

00:25:57: Jetzt ist aber das Problem, dass eine Leistung ist, die von Einkommens- und Vermögens-Grenzen abhängig ist

00:26:06: und wenn man darüber liegt, dann bekommt man die nicht bezahlt.

00:26:11: So, und dann steht man natürlich vor der Frage, was macht man,

00:26:15: wie entsprechend selber und wie man diese Person findet.

00:26:19: Ja, wir haben es tatsächlich über mehrere Wege versucht.

00:26:22: Wir haben es über soziale Netzwerke versucht, wie neben andee.

00:26:27: Wir haben es über unsere Kita-App probiert,

00:26:29: vielleicht, ob es irgendwie jemanden gibt.

00:26:32: Und dann, genau, tatsächlich ist es denn die Kita-App,

00:26:35: oder hat denn die Wange an der Kita-App zum Erfolg geführt,

00:26:38: dass jetzt eine andere Mama deren Kind schon größer ist.

00:26:43: Okay, also das sind das Menschen, die das dann auch als Beruf ausüben

00:26:48: oder die es vielleicht als Ehrenamt machen, bzw. ihr meintet, sie werden bezahlt.

00:26:53: Also ist das wahrscheinlich kein Ehrenamt?

00:26:55: Genau, es ist kein Ehrenamt.

00:26:56: Also die bekommen schon Geld dafür.

00:26:59: Man kann es als Minijob anmelden eben auch.

00:27:02: Und dann kann das jedem sein.

00:27:05: Also in dem Prozess, wo wir eine Person finden wollen,

00:27:10: da waren junge Leute dabei, da war aber auch die Rentnerin dabei.

00:27:15: Also wirklich von bis.

00:27:17: Und da muss man einfach den Weg gehen, dass man die Person kennenlernt.

00:27:21: Wie harmonisiert das dann auch mit Paula?

00:27:23: Weil es nützt jetzt nichts, wenn man sich dann auf eine Person verständigt,

00:27:29: die aber letztendlich gar nicht auf Paula eingegangen ist.

00:27:33: Oder zu der Paula auch in der kurzen Zeit des Kennlins dann kein Bezug irgendwie erfunden hat.

00:27:41: Also da muss man darauf achten, deswegen ist es halt nicht so einfach,

00:27:44: da die richtige Person zu finden.

00:27:46: Und dann ist es auch noch so, dann melden sich halt eben Leute

00:27:50: und wissen aber oder haben im Grunde gar nicht genau verstanden,

00:27:54: worum es dann nachher geht.

00:27:56: Und ja, wenn ich dann mit dem Kind alleine beneine,

00:27:59: als Elternassistenz ist man nie mit dem Kind alleine,

00:28:02: sondern immer mit uns zusammen.

00:28:04: Und man ersetzt wirklich ganz platt gesagt in unserem Fall nur unsere Augen.

00:28:09: Und hält sich sonst im Hintergrund.

00:28:11: Genau.

00:28:12: Wenn jetzt natürlich so wie es in unserem Fall ist,

00:28:14: die Elternassistenz auch ein Kind hat, dann spielen die Kinder natürlich auch zusammen.

00:28:18: Sehr schön, das können wir ja gerne hier mal als Aufruf nutzen,

00:28:21: weil ich eh fragen wollte, was ihr euch auch von der Gesellschaft

00:28:24: oder auch von sehenden Menschen zum Beispiel wünschen würdet.

00:28:28: Also wenn jemand zuhört und irgendwie noch einen kleinen Nebenjob machen möchte,

00:28:32: der Nebenjob der Elternassistenz scheint gesucht zu sein.

00:28:36: Genau, das ist auf jeden Fall durchaus spannend.

00:28:40: Wo wünschst du euch noch Unterstützung?

00:28:42: Das ist auch so ein Ding, du hattest schon deinen Blindenstock erwähnt im Alltag,

00:28:45: das heißt man würde bei dir zumindest erkennen, dass du eine Seebehinderung hast.

00:28:50: Wie gehst du damit um oder was würdest du dir wünschen von Menschen,

00:28:54: die zum Beispiel dich jetzt, ich sag mal, an einer Ampel mit Kind vortreffen

00:28:57: und man merkt vielleicht sogar von außen, das Kind ist heute nicht so kooperativ.

00:29:02: Würdest du wünschen, dass man dann die Hilfe anbietet von außen

00:29:06: oder wie geht ihr damit um?

00:29:08: Also dieses Anbieten von Hilfe ist auf jeden Fall ein ganz, ganz wichtiger Aspekt,

00:29:13: was wiefach auch vergessen wird.

00:29:15: Manchmal passiert es eben so, dass sich Passanten bemüßigt fühlen,

00:29:19: einfach so einzugreifen.

00:29:21: Aha, inwiefern?

00:29:24: Jetzt nicht bezogen auf Kind, das hatten wir jetzt so nicht,

00:29:27: aber es gibt so diesen Klassikgarde, du stehst an der Ampel,

00:29:30: hörst gerade grün oder nicht grün und hörst du schon mit über die Straße genommen,

00:29:34: unabhängig der Frage, ob du darüber wolltest oder nicht.

00:29:36: Okay, okay, du wirst einfach untergehakt und mitgezogen.

00:29:39: Das passiert auch.

00:29:40: Und das sind einfach diese Themen, einfach Fragen bevor man...

00:29:46: Ja, das ist zu viel des Guten.

00:29:48: Ja, natürlich, ich denke immer, wir würden denn die Leute reagieren.

00:29:53: Ja, wenn man das bei denen macht, sind auch immer so klar,

00:29:57: bei ganz vielen Leuten Unsicherheiten.

00:30:00: Also das Gefühl, dass Leute automatisch, wenn sie sehen, du bist blind,

00:30:04: automatisch lauter sprechen.

00:30:06: Und das ist halt je nach Tagesform und Tagesverfassung,

00:30:11: muss man schon mal gucken, wie man darauf reagiert.

00:30:14: Und das heißt, das wäre eine schöne Form, einfach erstmal Hilfe anbieten.

00:30:17: Hallo, ich sehe gerade, ihr könntet vielleicht Hilfe gebrauchen.

00:30:20: Genau, also es ist so, dass tatsächlich...

00:30:24: Also, wenn man das jetzt prozentual ausdrücken wollte,

00:30:30: würde ich sagen, in der Gesellschaft die Mehrheit macht es tatsächlich.

00:30:34: Ich glaube, da gab es schon, da gab es durchaus schon Umdenken.

00:30:38: Aber es gibt immer noch genügend dies, die es eben tatsächlich nicht tun.

00:30:45: Ich hatte aber gerade gestern tatsächlich noch eine Situation.

00:30:48: Ich habe da einen Mann aus dem Bus aussteigen hier bei uns.

00:30:51: Und ich fragte einen Mann, also ich war auch mit Stock unterwegs.

00:30:54: Und ich fragte einen Mann, ob ich hier über den Aussteigen aus dem Bus bräuchte.

00:30:58: Der eben auch aussteigen wollte.

00:31:01: Ich habe es verneint, wirklich nicht.

00:31:03: Ich sage, nochmal verneint.

00:31:05: Und dann ging die Tür auf, der Mann schliegt aus und nahm einfach meine Hand.

00:31:09: Geben Sie mir mal meine Hand, geben Sie mir Ihre Hand und helfen mir beim Aussteigen,

00:31:14: obwohl ich ja vorfalls mehrfach es verneint habe.

00:31:17: Also es dann trotzdem noch zu machen ist, finde ich auch schwierig.

00:31:23: Ja, ziemlich übergriffig.

00:31:25: Und ich könnte mir auch vorstellen, dass vielleicht sogar auch reagiert werden würde

00:31:28: mit so einer Art Beleidigung.

00:31:30: Ja, dann eben nicht oder so.

00:31:31: Ist das auch schon mal vorgekommen, wenn man die Hilfe ablehnt?

00:31:34: Ja, das geht nicht, wenn man einen Sitzplatz ablehnt.

00:31:36: Und lustigerweise kommt das dann meistens auch an Renten.

00:31:39: Weißt du, steigst du in einem Bus einen, fährst nur eins, zwei Stationen.

00:31:42: Da lohnt es sich manchmal nicht, einen Sitzplatz zu suchen.

00:31:44: Und dann sind es insbesondere ältere Leute, die fragen, wollen sie sitzen?

00:31:48: Und dann sagt, nein, ich möchte nicht sitzen, ich fahre nur zwei Stationen.

00:31:51: Ja, dann hebe ich nicht.

00:31:53: Und dann sagt man, du brauchst ein Sitzplatz, gerade dringend, heißt ich.

00:31:56: Ja, ja.

00:31:57: Und gerade wenn du die Krachse mit Kind auf den Rücken hast,

00:32:01: dann machst du für zwei Stationen nicht den Aufwand und setzt das Kind ab.

00:32:05: Glaubt ihr, diese Art von euch oder diese Art von den Menschen mit euch umzugehen,

00:32:10: resultiert am meisten aus dieser Unsicherheit heraus?

00:32:13: Ich würde noch sagen, es ist eine Form von Ableismus.

00:32:16: Das Wort wollte ich hier auch gerne einbringen.

00:32:18: Das Wort beschreibt ja Diskriminierung von Menschen mit Behinderung,

00:32:22: egal in welcher Form.

00:32:24: Wir haben jetzt schon viel über Vorurteile gesprochen.

00:32:26: Ich glaube, das fließt da auch mit ein.

00:32:28: Ist das auch eine Form, die euch begegnet?

00:32:30: Oder sind es eher diese Momente der Unsicherheit?

00:32:34: Also es ist vielfach das Thema einfach der Unsicherheit.

00:32:38: Ich glaube, das Augenlicht nicht zu haben, zu verlieren oder im Sehen eingeschränkt zu sein,

00:32:45: ist eines der größten Ängste, die viele Menschen haben,

00:32:49: wenn sich jemand vorstellt, dass der eben nicht da ist.

00:32:53: Und gerade in komplexen Situationen wie Straßenverkehr.

00:32:57: Ich glaube, da gehen Leute und da sind wir bei dem Punkt,

00:33:00: na ja, viele meint es dann wahrscheinlich eher gut als böse,

00:33:05: was dann in Übergriffigkeit endet.

00:33:07: Ich stelle sie wahrscheinlich vor, würde ich zurechtkommen.

00:33:10: Die meisten können diese Frage ruhig und gewissens mit Nein beantworten.

00:33:13: Und dann bieten sie eben ungefragt, durch das auch Hilfe hat.

00:33:17: Emelismus, das heißt Diskriminierung aufgrund von Behinderung zu erfahren,

00:33:24: muss man ein bisschen differenzieren.

00:33:27: Diskriminierung ist ja erstmal eine Sache, die kann objektiv oder subjektiv empfunden werden.

00:33:34: Ich glaube, diese objektive Diskriminierung, das ist glaube ich etwas im Erwachsenenalter

00:33:42: wahrscheinlich eher seltener als Jugendlichenalter.

00:33:46: Aber natürlich die subjektive Diskriminierung kommt natürlich schon durchaus vor.

00:33:53: Ich zum Beispiel, ich arbeite hier am Bereich der Geburtshilfe

00:33:57: und da gibt es ganz oft diesen Satz "Hauptsache Mama und Baby sind gesund".

00:34:02: Den finde ich auch teilweise schwierig, hattet ihr für einen auch schon mal gesagt.

00:34:06: Natürlich könnt ihr es in dem Sinne verstehen, ihr würdet es eurer Tochter auch wünschen.

00:34:10: Aber trotzdem entsteht da so ein Bild, finde ich, von erster und zweiter Klasse,

00:34:16: dass die Gesundheit auf jeden Fall überall steht und das es ein vielleicht auch lebenswärteres Leben ist.

00:34:22: Empfindet ihr das ähnlich oder wie geht ihr mit solchen Sätzen zum Beispiel um?

00:34:26: Das ist natürlich das Wichtigste, klar. Aber es ist eben, erst mal, finde ich, gehört zu einem,

00:34:33: es gehört da mehr zu. Nicht nur die Frage, ist das Kind gesund, ist Mama gesund.

00:34:39: Ich finde auch Eltern mit Einschränkungen, sei es jetzt eine Seebehinderung oder was ja durchaus auch immer mal

00:34:46: ein Thema ist gesellschaftlich leider noch nicht so ganz anerkannt,

00:34:49: aber es gibt ja durchaus auch Eltern mit einer kognitiven Einschränkung.

00:34:53: Das kommt auch nie bevoller Eltern sein. Und selbst wenn das Kind eine Einschränkung hat,

00:35:00: ist jetzt das Down-Syndromus oder was auch immer, auch dann, finde ich, gibt es noch mehr Faktoren

00:35:07: als in dieses Thema Gesundheit, die das Kind und die Familien-Situation zu einer glücklichen Familie machen.

00:35:14: Ja, das hast du schön gesagt. Ja, sehr schön.

00:35:18: Ich habe auch das Gefühl, also wenn ich jetzt zu euch so zuhöre, ihr seid total reflektiert,

00:35:23: ihr habt besondere Alltagssituationen, ich könnte mir vorstellen, dass eure Tochter in diesem Umfeld

00:35:30: auch total inklusiv aufwächst. Merkt ihr vielleicht jetzt schon, dass sie vielleicht andere Eigenschaften entwickelt,

00:35:38: die andere Kinder nicht entwickeln würden? Ihr meintet schon, ihr ist bewusst, dass sie Dinge euch mehr in die Hand geben muss

00:35:44: oder vielleicht ist auch ihre Sprache anders. Merkt ihr da irgendwas, was ihr ihr besonders mit auf den Weg schon geben konntet?

00:35:52: Okay, sie ist erst zwei, aber vielleicht trotzdem. Ja, sie ist erst zwei, aber sie hat durchaus schon ein Bewusstsein dafür,

00:35:58: dass wenn wir rausgehen, dann heißt es Mama-Stock, Papa-Stock.

00:36:03: Auch darauf besteht, dass wir den Stock mitnehmen. Bei Steven ist es ja eben auch unausweichlich,

00:36:10: bei mir kommt es immer darauf an, wie wir uns gerade fortbewegen, weil wenn sie im Baggie sitzt, den ich ja dann eben schiebe,

00:36:16: dann nehme ich meinen Stock nicht mit und sie spielt auch das Blindsein nach, also dass sie sich eine Messe bucht,

00:36:26: die über den Kopf zieht und dann, wir haben Steven's ersten Blindenstock, der eben halt relativ kurz ist,

00:36:33: bevor sie dann auch mal das Blindsein mit nachspielt, als sie dann entwickelt, denke ich, schon ein Bewusstsein,

00:36:39: wie es später sein wird, das kann man ja heute schwer sagen. Also ich würde aber schon dazu tendieren,

00:36:47: dass sie da mehr ein Bewusstsein hat, eben dadurch, dass sie damit aufwächst, als vielleicht ein anderes Kind,

00:36:53: was gar keinen Bezug zu einer Behinderung hat.

00:36:56: Sie macht das auch draußen, wenn wir unterwegs sind auf dem Spielplatz oder so, dann nimmt sie auch manchmal den Stock und will dann

00:37:03: damit er hat laufen, dann muss man natürlich mal gucken, dass er weder Tiere, Kleinkinder noch Passanten erschlechst,

00:37:08: aber der Regel klappt das.

00:37:10: Ja, kann ich verstehen, ist bei uns ähnlich. Man merkt, wir haben trotzdem viele Überschneidungen

00:37:16: und ich wollte gerne zum Schluss noch ein Zitat anbringen von der Autorin Hannah Reuter,

00:37:22: wer ohne Kind blind sein Leben gemeistert hat, wird das auch mit Kind schaffen. Würdet ihr das genauso unterschreiben?

00:37:29: Ja, ja. Die warne hat auf jeden Fall Recht. Also wir kennen uns.

00:37:33: Ah!

00:37:34: Genau, ja. Und sie weiß es ja selber an Anführungszeichen, da bestens ist sie auch blind.

00:37:40: Und ja, natürlich, es ist einfach so, wer vorher sich Strategien und Hilfsmöglichkeiten zurechtgelegt hat,

00:37:48: um sein Leben zu meistern, schafft das auch mit Kind. Also es ist zum Beispiel sowohl mit als auch ohne Kind,

00:37:54: was man in jedem Fall immer braucht, ist ein gutes Netzwerk.

00:37:58: Also jeder, der SehEinschränkung hat, muss gut Netzwerken haben,

00:38:02: weil es sind einfach so die Kleinigkeiten im Alltag, die einen dann natürlich manchmal dazu bringen,

00:38:08: auch auf Unterstützung anderer Leute zurück zu greifen.

00:38:11: Und auch wenn ich weiß, hey, manche Dinge gibt es, die kann ich alleine

00:38:15: und ich kriege jetzt aber Unterstützung, dann wäre ich blöd, wenn ich die ablehne.

00:38:19: Wenn wir in der Situation sind, zum Beispiel, ein Kind wird nachts krank

00:38:22: und du musst jetzt doch mal irgendwie zum Arzt oder in den Notfallambulanz, Kinder, Kinder, Kinder kommen,

00:38:30: dann kannst du natürlich überlegen, nehme ich mir ein Taxi, nehme ich mir ein Bus

00:38:34: oder frage ich mal eben bei Leuten vielleicht nach, wo ich weiß, hey, die kann ich jederzeit antropfen,

00:38:38: die würden da mit uns hinfahren.

00:38:40: Ja.

00:38:41: Wir waren auch mal, da war Paula noch klein, mussten wir abends in die Notapotheke,

00:38:47: weil uns, ich glaube, die Fieberzöpfchen ausgegangen sind.

00:38:50: Ja, irgendwas zählte. Am Wochenende.

00:38:52: Ja, natürlich.

00:38:53: Ich sage es nicht.

00:38:55: Wir kennen es nicht.

00:38:56: So, natürlich hätten wir da jetzt mit dem Taxi hinfahren können,

00:38:58: wir haben unser Nachbar geklingelt und gesagt, hey, können wir?

00:39:01: Und ich ging, klar, ne? Ab ins Auto und los.

00:39:05: Sehr schön.

00:39:06: Ich finde, das ist auch ein guter Impuls sowieso auch generell als Eltern,

00:39:09: als Mama, wie auch immer für jeden Menschen eigentlich,

00:39:11: dass man mal wieder mehr auf die Hilfe von anderen zurückgreifen kann.

00:39:14: Oder das würde uns auch alle wieder ein bisschen mehr näher zusammenbringen.

00:39:18: Natürlich.

00:39:19: Das finde ich sehr schön.

00:39:20: Ja.

00:39:21: Und das ist auch etwas, weil wir von noch das Thema Elternassistenz haben,

00:39:25: das ist auch mit dem, was wir auch in der Elternschaft, in der Kita erleben,

00:39:31: dass wenn wir eben draußen sind, das irgendwo sagt, hey, ja klar,

00:39:35: gucken wir ein Stück weit auch mit auf Powernaum oder wenn das ist.

00:39:40: Wir haben letztens, haben wir darüber diskutiert,

00:39:44: muss dazu sagen, ich bin bei uns in der Kita in der Elternvertretung mit.

00:39:49: Und da haben wir in der letzten Runde diskutiert,

00:39:54: ja, wäre es mal irgendwie eine Möglichkeit,

00:39:56: nach mit den Kindern irgendwie auf dem Indoor-Spielplatz zu gehen.

00:39:59: Ich habe gesagt, ja, das finde ich eine coole Idee.

00:40:01: Allerdings muss ich gucken, dass ich der Assistenzmann nehme.

00:40:04: Da raus.

00:40:05: So, dann kam von allen Eltern, die halt auch mit in der Elternvertretung sind.

00:40:09: Nee, warum?

00:40:10: Wir sind doch auch noch da.

00:40:11: Sehr schön.

00:40:12: Und das sind einfach so Momente, wo man sagt, ja,

00:40:14: das ist eigentlich das, was Inklusion will.

00:40:16: Inklusion will eigentlich, dass die Gesellschaft mehr aufeinander guckt

00:40:20: und Themen, die zum Beispiel Behinderung oder wie auch immer,

00:40:25: dass die einfach eine untergeordnete Rolle spielen.

00:40:28: Ja, ja.

00:40:29: Das war ein sehr schönes Schlusswort, wie ich finde.

00:40:32: Liebe Marina, lieber Steven, ich danke euch total für dieses schöne Gespräch

00:40:36: für eure Offenheit.

00:40:38: Gibt es noch irgendwas, was ihr am Ende noch loswerden wollt

00:40:42: und noch mit auf den Weg geben wollt?

00:40:44: Oder war das grad schon Stichwort Inklusion,

00:40:46: ein schöner Abschluss auch für euch?

00:40:48: Man sollte einfach auch trotz Einschränkungen

00:40:50: seinen Lebensweg gehen und seine Ziele und Träume erfüllen

00:40:54: und ja, das aus seinem Leben machen, was man möchte

00:40:58: und nicht das, was andere wollen.

00:41:00: Und für alle Hörerinnen und Hörer, vielleicht mit Einschränkungen,

00:41:05: die auch sich mit dem Gedanken tragen, ein Kind zu bekommen,

00:41:10: macht es das ist das Schönste, was es gibt.

00:41:12: Sehr schön.

00:41:14: Danke. Ich danke euch und für euch da draußen.

00:41:17: Wenn euch die Folge gefallen hat, lasst uns gerne eine 5-Sterne-Bewertung da.

00:41:21: Schreibt uns gerne was in die Kommentare, sei es Fragen oder Anmerkungen.

00:41:25: Wir freuen uns immer über Interaktion mit euch

00:41:28: und ihr könnt euch das Video mitnehmen.

00:41:30: Bis zum nächsten Mal. Macht's gut, eure Mella.

00:41:32: "Mama Talk" der Podcast von Mamas für Mamas.

00:41:36: Eine Antenne Niedersachsen-Produktion.

00:41:38: .

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