Sonderepisode “Working Mom und Kita-Kind: Wir gegen das System“

Shownotes

Alina und Mela stehen vor der gleichen Herausforderung wie wohl jede Mutter: Der Tag hat eindeutig zu wenig Stunden! Die besten Freundinnen haben es sogar noch nicht mal hinbekommen, eine gemeinsame Episode aufzunehmen. Darum hat Alina sich kurzerhand das Podcastmikro für ein Solo geschnappt und gibt Einblicke in ihr Leben als Working-Mom, und wie sie mit dem ständigen Druck als berufstätige Mutter eines Kita-Kindes zurechtkommt. Ohne Familienanschluss, und mit einer Kita-Betreuung, die immer mal wieder wegbricht. Spoiler: Mit dem Druck kam sie eine Zeitlang gar nicht gut klar. Sie und ihr Partner hatten sich häufiger gestritten, wer nun eigentlich mehr macht für die Familie, bis sich beide doch tatsächlich hingesetzt haben, um in eine Excel-Tabelle (!) zu tippen, welche Aufgaben jeder wirklich übernimmt. Das ist für Alina zwar maximal „unsexy“, aber es war dann doch auch ziemlich lehrreich. Denn plötzlich stand da schwarz auf weiß: Jeder macht unglaublich viel! Und diese Erkenntnis brachte die Wende zum Besseren….

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Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo ihr Lieben, Mamas da draußen. Heute habt ihr eine Solo Folge mit Mia, Alina, die

00:00:14: ihr euch schön reinziehen könnt. Grund warum wir hier nicht im Duo erscheinen ist, auch

00:00:20: passend zu dem Thema was ich heute besprechen werde mit euch oder mit euch teilen möchte,

00:00:25: ist das Melo und ich einfach es nicht geschafft haben, übereinanderzukommen. Irgendwas kam

00:00:31: immer dazwischen, wir haben ja auch so unsere regelmäßigen Termine und wo wir festhalten,

00:00:36: dass wir dort eigentlich aufnehmen wollen und irgendwas ist immer passiert. Irgendwas gab es

00:00:42: immer, sodass wir es leider jetzt nicht geschafft haben, hier zusammen zu sitzen und

00:00:48: zusammen über die Sri Lanka Folge zu quatschen, aber das kommt auf jeden Fall noch, das zählen

00:00:52: wir noch nach, sowie auch die Folge rund um das Thema Angst. Da haben einige von euch auch noch mal

00:00:59: bei Instagram nachgefragt, wann die denn kommt. Das sind zwei Themen, die wir jetzt auf jeden Fall

00:01:03: nach hofer Liste haben, aber eben das als als Duo Folge sehen und nicht als Solo Folge. Was ich

00:01:10: Mia heute für euch ausgedacht habe, ist das Thema Realitätscheck, Arbeiten, Walking, Maaam und

00:01:18: Kita Kind. Denn seit November letzten Jahres hatten wir glaube ich insgesamt bis heute, wir haben

00:01:26: jetzt Anfang März, also ich würde mal sagen wie Lands geht jetzt so bis Ende Februar, Mitte Februar,

00:01:31: keine vier Wochen, wo Peanut vier Wochen am Stück in die Kita gegangen ist und,

00:01:37: Flohnte ich hatten ja, ich weiß nicht, ich glaube ich habe das schon mal erzählt, super unsexy und

00:01:42: da war noch, oder nee, da habe ich schon gearbeitet, da war ich gerade frisch aus der Elternzeit raus,

00:01:47: ein paar Wochen wieder im Job zurück und wir waren glaube ich da an einem Wochenende,

00:01:55: bei meinen Eltern hatten das Haus für uns und da haben wir uns sehr stark gestritten über das Thema,

00:02:01: wer macht denn eigentlich mehr und Flohnte, ganz unsexy, wirklich mal ganz ganz strategisch und

00:02:09: rational eine Excel-Tabelle gemacht, um zu schauen, okay wie ist die Arbeit verteilt, wer macht was

00:02:16: und wer hat hier eigentlich recht in der Diskussion. Ende von dem Lied waren, dass wir gemerkt haben,

00:02:20: dass wir beide extrem viel machen und wie krass es einfach ist, schon alleine eine

00:02:25: dreiköpfige Familie nur, ich möchte nicht wissen wie es noch mit mehreren Kindern ist und noch

00:02:29: mehr Bedürfnissen, eine Familie zu organisieren und auch Karrieren, die gerne weiter verfolgt werden

00:02:36: möchten, aufrecht zu erhalten oder auf die Beine zu stellen. Das eben auch ohne familiären Support

00:02:42: von uns. Ich lebe hier in Berlin und weder meine Eltern noch seine Eltern leben in Berlin,

00:02:47: so haben wir eben kein familiären Support und das kommt natürlich dann noch mehr zum Tragen

00:02:56: und ist auch organisatorisch eben noch mehr eine Herausforderung, weil die ganze Arbeit wirklich

00:03:01: auf unseren Schultern liegt und da ist glaube ich das erste Mal mir bewusst geworden, was wir

00:03:08: eigentlich so unbewusst von uns abverlangen, weil es einfach viel ist und du machst mehr,

00:03:14: ich mache mehr, es ist gar kein Krieg den man gewinnen kann, weil beide einfach extrem viel

00:03:18: machen, hoffentlich. Also wir haben auf jeden Fall einer, wir versuchen eine sehr gleichberechtigte

00:03:24: Partnerschaft zu führen. Gleichberechtigt ist bei uns nicht 50/50, sondern eben zu gucken,

00:03:32: ob alle Bedürfnisse geöffnet sind und auch situativ zu schauen, wer braucht gerade mehr,

00:03:40: wer braucht gerade weniger, wer kann gerade mehr geben, wer kann gerade weniger geben. Aber auf

00:03:44: jeden Fall wollen wir und das fand ich auch immer so einen schönen Satz, den Flo ganz am Anfang

00:03:48: gesagt hat, ich möchte keine Elterntheit zweiter Klasse sein und ich möchte all das, was du mit

00:03:53: Kind kannst auch können und so versuchen was eben auf allen Bereichen Hand zu haben, was aber

00:04:00: gleichzeitig auch nicht ausschließt, dass einer sozusagen mal in einem Bereich mehr oder weniger

00:04:04: macht für eine gewisse Zeit. Genau. So und jedenfalls was ich sagen wollte, Organisation haben

00:04:10: wir gemerkt, ist dann einfach alles und hält den Alltag aufrecht und hält auch das Leben als

00:04:15: Familie aufrecht und ist gleichzeitig auch super instabil und fragil, insbesondere wenn man eben

00:04:23: kein Familien support hat und keine Sichtbeck abpläne durch irgendwie nach au pair und noch

00:04:28: eine dritte vierte Tante oder Oma Opa und irgendeine Babysitterin oder auch Nenny und das fragile

00:04:35: Geschehen kriegen wir dann immer zu spüren, wenn eben die Kita nicht so funktioniert oder auch die

00:04:43: Arbeit nicht so funktioniert, wie wir meinen, dass sie es tun wird in den nächsten Wochen und

00:04:49: da hatten wir echt in November ein paar mehr Variabeln, die wirklich weh taten. Das war zu uns

00:04:56: in Berlin, waren wir vom Kita-Streik betroffen und da möchte ich auch noch mal ausdrücklich sagen,

00:05:00: 120.000 Prozent wichtiges Sache, ich stand da voll hinter, war auch null, gar nicht irgendwie

00:05:06: böse auf den Streik an sich oder dass sich unsere Erzieherinnen dazu entschlossen haben, dort mitzuwirken,

00:05:12: sondern einfach nur über die Tatsache, dass man eben das dann irgendwie erst mal ummodeln musste

00:05:19: und abfangen musste. Dann hat mir eben ich glaube insgesamt vier Kita-Streiktage im November und

00:05:26: dann war ich erst sehr, sehr glücklich, weil keiner von uns irgendwie krankheitstechnisch es erwischt

00:05:31: hatte und das hat aber kurz vor Weihnachten Ende genommen, da wurden Pinat und Flo sehr krank

00:05:37: und diese krenke Lein haben sich dann durchgezogen über die ersten Monate diesen Jahres und dann

00:05:46: war die Kita sogar auch nochmal zu wegen irgendwelchen Fortbildungen und ja, was soll ich sagen,

00:05:53: so als Working Mom, ich hasse ja diesen Begriff, aber er sei jetzt gerade so schön, Working Dad und

00:05:59: Working Mom, as Working Parents, die eben auch sehr gerne ihren Job machen und auch noch

00:06:06: da ihre Ambitionen haben, ist es natürlich immer so ein zweischneidiges Schwert, weil natürlich

00:06:15: wenn man sich direkt sagt, hey, Kind ist krank und no matter what, gar keine Diskussion, wir holen

00:06:21: ihn ab und er ist zu Hause und wir kümmern uns um ihn und ich hab es aber auch auf jeden Fall

00:06:28: sehr oft dann in der Zeit gehabt, wo ich dann einfach nur genervt und sauer war und ich auch

00:06:33: gemerkt habe, wie schwierig es dann teilweise ist, dass man das nicht sowohl auf die Partnerschaft als

00:06:39: auch auf das Kind überträgt, weil unsere kleinen Mäuse sind natürlich die Letzten, die irgendwas

00:06:44: dazu können, aber diese Hilflosigkeit dann manchmal, dass das Unkontrollierbare wieder um die Ecke

00:06:49: kommt und man sich einfach teilweise so hilflos fühlt und man auch nicht auf der Arbeit vielleicht

00:06:56: schon zum dritten Mal wieder sagen möchte, oh, ich hab wieder Kiete streng und ich hab ja auch dann

00:07:01: immer noch die Besonderheit, dass ich einmal in der Woche reisen muss und da ist man natürlich

00:07:06: dann auch noch mehr Aufwand mit verbunden und wenn da immer irgendwie ein neues Thema hoch kommt,

00:07:11: ist es einfach echt zum Kotzen teilweise und anstrengend und hart. Ja und das hatten wir in der

00:07:20: letzten Zeit ziemlich, ziemlich oft. Ich hab sowieso jetzt so einen Rückblickend betrachtet,

00:07:25: würde ich sagen, dass das ganze erste Kita-Jahr bei uns so war, dass keine vier Wochen am Stück

00:07:30: Peanut wirklich in die Kita gegangen ist, weil da die ganze Breite voller Immunsystem erst mal

00:07:37: aufbauen kam und das war auch das erste Jahr, wo keine Masken mehr getragen wurden. Da waren ja

00:07:43: gefühlt eh alle krank, weil unsere ganzen aller Immunsysteme so untergerockt waren durch die Masken

00:07:50: und dementsprechend waren wir sehr viel krank und da war es aber noch so, dass ich es irgendwie so

00:07:55: erwartet hab. Ich oft gehört habe, dass eben das erste Kita-Jahr so extrem ist, so virenreich ist,

00:08:02: Bakterienreich ist. Wir hatten glaube ich echt alles von Hand, Mund, Fuß über die zehntausendste Bindehaut

00:08:08: Entzündung, über drei Tage Fieber, was weiß ich nicht alles, alles dabei gab und da wie gesagt

00:08:16: war ich irgendwie damit feiner, weil es mir klar war und jetzt habe ich gemerkt, dass flohnt

00:08:23: ich auf jeden Fall auch an den Punkt gekommen sind, wo wir gar nicht mehr auf die Idee gekommen sind,

00:08:27: hey lass mal Peanut einpacken und dann fahren wir zu meinen Eltern, die eben anderthalb Stunden

00:08:32: mit der Bahn, also mit dem ICE entfernt wohnen und lassen uns da unterstützen, sondern wir waren

00:08:38: schon so in unserem To-do-Modus-Tunnel drin, dass wir dachten, okay let's do it, okay jetzt richtig

00:08:45: kacke Pläne gehen nicht auf, aber lass mal gucken, von neun bis zehn habe ich einen Daily, danach habe

00:08:53: ich nochmal das und das Meeting, dann könnte ich ihn covern für ne Stunde, dann ich für ne halbe

00:08:59: Stunde und dann ist das echt nur so eine Rumgereiche und man hat einfach auch echt bei Peanut gemerkt,

00:09:04: dass ihnen diese Übergänge irgendwann auch echt schwer vielen, ja okay, jetzt bin ich als Mama da,

00:09:10: okay jetzt ist Papa wieder da und jetzt ist Mama wieder arbeiten, dass er da teilweise gar nicht

00:09:15: hinterher kam und erst als er dann so ein bisschen kibig und grantig wurde, haben wir gemerkt,

00:09:21: ja okay, es ist vielleicht auch ein bisschen too much, da ganze Zeit Hände und Her zu wetzen und

00:09:26: um ehrlich zu sein, ist es ja auch einfach wirklich das schwierigste der Welt, so wirklich zu 100%

00:09:32: mit dem Kopf bei den jeweiligen Sachen zu sein, die man gerade tut, also sei es gerade wirklich bei

00:09:40: deinem Kind oder auf der Arbeit, gerade wir arbeiten ja eben auch noch viel im Home Office, es ist

00:09:46: super schwer, wir haben uns jetzt angewöhnt zwar alle Türen dann immer zuzumachen und zu sagen,

00:09:51: nein, selbst wenn Peanut dann irgendwie zu uns laufen möchte ins Büro, müssen wir ihnen das sagen,

00:09:56: dass das nicht geht, damit man irgendwie runter kommt und ja, die Abendnahme auf jeden Fall dann

00:10:01: immer so geendet, das war komplett fertig, einfach nur noch auf den Sofa lagen, glücklicherweise

00:10:05: ist für uns Kochen dann immer eine Entspannung,

00:10:06: [Zwischenruf]

00:10:07: weil ich mich manchmal auch noch so Frage ja einkaufen, kochen, noch diese wirkliche Kehrarbeit.

00:10:12: Wie kriegen wir das eigentlich gewuppt? Aber das ist dann eigentlich immer noch so ein To-do-Punkt,

00:10:17: was man zusammen mit dem Kind machen kann und was irgendwie auch noch zusammen Spaß macht,

00:10:21: also kochen und einkaufen. Und da sind wir glücklicherweise sozusagen nicht so am Struggle,

00:10:27: dass wir das dann auch organisieren müssen, sondern es ist wirklich dieses mentale, wirklich sich auf

00:10:33: eine Sache konzentrieren, dort mal in den Flowzustand zu kommen und es zu genießen, dass du nur dieses

00:10:39: seine Thema hast. Das würde ich sagen, ist so für mich auf jeden Fall das aller allerhärteste. Und

00:10:44: immer wieder zu schauen, dass man selber nicht hinten runtergekommen oder runter und hinten runter

00:10:52: fällt, weil gerade in diesen Zeiten, wo man eigentlich rein zeitlich gesehen keine Zeit hat,

00:10:57: irgendwas anderes zu machen, außer Familie, Arbeit und Haushalt, es ist so so wichtig,

00:11:05: sich Zeit für sich zu nehmen und irgendwie den Energietang wieder aufzufüllen. Und da merken

00:11:12: wir es auf jeden Fall auch immer spätestens, wenn wir irgendwie so kiebig und grandig zueinander

00:11:16: werden, dass entweder Fluh mich vor die Tür stellt und schickt und sagt, hey, du gehst jetzt,

00:11:21: ist mir scheißegal, was du machst, aber du machst jetzt irgendwas für dich, für die nächste halbe

00:11:25: Stunde oder Stunde, nimm dir die Zeit oder ich, dass zu ihm sage, geh jetzt laufen und du kommst

00:11:30: nicht wieder vor einer Stunde. Das ist wirklich hart und da habe ich für mich sehr stark auch

00:11:36: gemerkt, wie weit man sich selber einfach hinten anstellt und wie wenig ich es gelernt habe, also

00:11:44: diese Logik, je besser es mir gibt, desto mehr kann ich eben auch geben und ich kann nicht einfach

00:11:50: immer nur auf den Zahnfleisch geben und verlangen, dass die Dinge gut werden. Ich das einfach nicht

00:11:56: so internalisiert habe und das sind Themen, die ich da sehr, sehr, sehr gut lernen darf und auch

00:12:03: kann und auf jeden Fall hätte ich niemals gedacht, dass ich so viele Sachen auf einmal stemmen kann

00:12:12: und das egal, wie man kaputt in dieser Zeit ist, auch wenn die Zeit alle Phasen gehen vorbei,

00:12:18: vor allem nur eine Phase, man wirklich dann positiv sozusagen aus der Sache rausgeht und merkt, okay,

00:12:27: cool hat man geschafft und man weiß für das nächste Mal wieder besser, wie man in diesen

00:12:32: Umständen begegnen kann und was ich jedoch auch so grob fahrlässig finde, ist einfach die Tatsache,

00:12:40: dass man in der Arbeitswelt wie so eine Sonderspezius ist, wenn man Mama ist oder wenn man Eltern

00:12:47: ist. Also dadurch, dass ich in einem Großkonzern arbeite und der wirklich auch sehr familiär

00:12:52: aufgebaut ist und ich auch sehr viel in meinem Team Eltern habe und auch meine Chefin Mama ist,

00:12:59: ist das Verständnis auf jeden Fall vorhanden, aber diese Strukturen sind nicht so wirklich

00:13:08: gegeben. Also wir haben eigentlich das Thema, dass du nur in bestimmten Arbeitszeiten arbeiten

00:13:13: darfst und davor und danach eben nicht mehr und wenn das so krass starke lebt würde, hätte ich

00:13:21: wirklich in solchen Phasen sowas von Probleme irgendwie noch was zu schaffen, weil eben dieses

00:13:27: Nein to five dann einfach nicht richtig geht. Es muss dann eben drum herum gebaut werden und

00:13:33: dann viel gemacht werden, wenn das Kind schläft und es ist auf jeden Fall super spannend und

00:13:38: das haben wir auch sehr, sehr oft in unserem Freundeskreis als Thema, inwiefern es früher

00:13:45: genauso belastend war als diese Verteilung zwischen Eltern oder zwischen den Eltern mit

00:13:54: Familienmanagerin. Also Mama bleibt zu Hause und Papa geht arbeiten. Leichter war oder nicht?

00:14:01: Oder ob wir eben dieses emanzipierte Gleichgestellte, so wie wir es jetzt eben haben, noch krasser ist,

00:14:09: weil man von beiden beides verlangt? Denn so fühlt es sich ein bisschen an, dass man nicht nur das

00:14:15: eine sein darf, sondern beides sein muss oder sollte, wenn man eben eine gleichberechtigte

00:14:21: Partnerschaft führt. Und bei mir ist es derzeit eben so, dass ich ja meine psychologische Beratung

00:14:26: habe, also Mama-Identity und eben ein 30-Stunden-Job und den Podcast. Und ich manchmal da total die

00:14:33: Relation verliere und kann nicht mehr auch genügend Anerkennung dafür gebe, wie viel das eigentlich

00:14:39: ist, auch in der Konstellation mit eben Familie, Freunde, sich selbst und wie viel ich dahingehend

00:14:50: eigentlich wuppe und wirklich das alles super gerne und mit Herz mache. Weil schon viel dieser

00:14:56: Gedanke eben auch da ist, dass ich einfach alles machen möchte. Und wenn ich das eben möchte,

00:15:03: muss ich eben auch dafür sorgen, dass es funktioniert und das stemmt und dass es klappt. Und manchmal

00:15:10: verliere ich dadurch den Blick, wie schlecht eigentlich unser System teilweise dafür aufgebaut

00:15:18: ist, dass wirklich die Frau oder beide Eltern einfach wieder arbeiten können und eben auch ihren

00:15:24: Wünschen neben der Familie weitergehen können, weiter verfolgen können, was wir ja letzten Endes

00:15:29: auch in Deutschland gerade mit unserem Fachkräftemangel brauchen. Und das spüren wir in solchen Fällen,

00:15:36: wo eben Krankheit, Kita-Streik oder noch irgendwelche anderen unplanbaren Dinge um die Ecke kommen,

00:15:41: richtig, richtig dolle, bekommen wir das zu spüren, weil wir eben nicht so ein großes Support-System

00:15:49: mit der durch die Familie haben. Wir haben auf jeden Fall Freunde und auch eine Babysitterin,

00:15:58: die nebenan von uns wohnt. Aber das sind keine Optionen, die man wählen kann, wenn es eben

00:16:08: wirklich um die Kerne Arbeitszeit geht und die Kita-Ausfälle, sondern das sind eigentlich eher

00:16:13: so Konstrukte, wie man sich selber am Alltag auch mal als paar Fluchtwege sozusagen oder

00:16:19: Auszeiten schlafen kann. Auszeiten ist schöner gesagt, Paarzeit, das Fluchtweg impliziert immer so,

00:16:25: dass man fliehen will von der eigentlichen Welt, aber das wollen wir ja gar nicht, sondern einfach nur

00:16:30: ein Sowohl als auch. Und dann habe ich auf jeden Fall auch immer mal wieder im Kopf, ja okay, selber

00:16:38: Schuld, also wenn du eine Familie möchtest arbeiten, deinen Job weiterverfolgen möchtest, beide das

00:16:44: tun möchten und dann eben einen Ort wählen, wo ihr lebt oder wo man lebt, wo die Familie nicht ist

00:16:50: und man eben nicht diesen Support-Kreis hat oder diesen Backup hat. Und jedoch muss ich sagen,

00:16:57: dass es ja oft auch Realität ist, dass man eben nicht mehr da lebt, wo die eigenen Eltern wohnen

00:17:03: oder man groß geworden ist, sei es aufgrund von Job, sei es aufgrund von Wahlheimat, dass man nicht

00:17:09: mehr da wohnen möchte, wo eben man ausgewachsen ist, weil man ja eine andere Vorstellung hat von

00:17:18: dem Ort, wo man werden möchte oder wo man eben auch seine Kinder großziehen möchte. Und ich glaube,

00:17:25: dass das eine realistische Idee ist und auch eine realistische Vorstellung und Familie so zu

00:17:31: leben, wie sie wollen, sondern eher wieder nur in eine Richtung zu drücken, nämlich am besten Mama

00:17:36: bleibt zu Hause und Familie ist einmal in der Nähe. Ich finde es schwierig und schade, dass es so

00:17:42: wenig gesehen wird. Generell, dass es so wenig gesehen wird, was Eltern Paare leisten auf der

00:17:50: Arbeit als auch zu Hause, was alles abgefangen wird, obwohl unser System gerade was Kinderbetreuung

00:17:57: angeht, so viele Macken hat. Und da bin ich einfach zu einem "Nur dankbar, dass wir in Berlin

00:18:04: nicht zahlen müssen für unsere Kitas". Das ist auch immer der Wahnsinn, was ich schon alleine höre,

00:18:09: was das kostet. Und da sind wir sogar in der privilegierten Situation und wir haben sogar

00:18:15: auch eine Kita, wo wir mit dem Personalmangel auch nicht so eine Rolle zu knapsen haben. Und

00:18:20: trotzdem haben wir eben die Themen, die ich gerade beschrieben habe, Kita-Streik oder

00:18:24: Schließtage oder Krankheiten. Und dabei sind wir sozusagen schon in einer guten Situation,

00:18:32: zumindest was diese Indikite an sich angeht. Und da sieht man mal, was gut eigentlich für eine

00:18:38: Quantität hat. Ja, es war auf jeden Fall das, was mich sehr in der letzten oder uns als Familie

00:18:45: sehr in der letzten Zeit umgetrieben hat. Dann immer wieder zu checken, okay, ich gucke uns dann

00:18:50: immer in die Augen und sage, okay, welches Projekt, welcher Termin ist wirklich am wichtigsten? Wer

00:18:55: kann gerade den Schritt zurück treten? Wer soll nicht einen Schritt zurück treten? Weil das eben

00:19:01: irgendwelche Folgen auf die weiteren Schritte auf der Arbeit oder im Job hat. Das bewährt mir wirklich

00:19:08: immer wieder neu und auch das ist anstrengend. Und spannend zugleich. Entweder natürlich auch viel,

00:19:14: ne? Ja, also liebe Mamas da draußen, es ist eine kleine aber feine Folge mit mir und auf jeden Fall

00:19:20: ein Reminder und Aufruf darauf oder dafür, was ihr als Paar alles Krasses stemmt. Und ich glaube,

00:19:29: das ist unterm Strich das Wichtigste, weil wir werden das System jetzt zumindest nicht von

00:19:34: heute auf morgen ändern können. Aber wir können uns stärker gegenseitig machen und

00:19:38: resilienter. Und dazu gehört ganz, ganz doll, einfach das mal wahrzunehmen und anzuerkennen,

00:19:44: was wir Krasses als Familie so leisten. Und ich sehe euch auf jeden Fall und ich habe den

00:19:51: größten Respekt vor euch. Damit wünsche ich euch einen schönen Abend, einen schönen Tag,

00:19:57: einen schönen Nachmittag, wo immer ihr auch gerade seid und diese Folge hört. Und alles Liebe

00:20:03: und bis zum nächsten Mal, hoffentlich wieder zusammen mit Mella.

00:20:07: Mama Talk, der Podcast von Mamas für Mamas, eine Antenne Niedersachsen-Produktion.

00:20:13: Dankeschön.

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